Umwelttechnik – Unserer Umwelt zuliebe!

Die Umwelttechnik umfasst im heutigen Sinne eine Vielzahl an Aufgaben und Bereiche, mit dem Hauptziel die Umwelt zu schützen. Die wohl bekannteste Disziplin der Umwelttechnik ist die Entsorgung von Müll jeglicher Art. Dieser wird auf Deponien gelagert, recycelt oder in Öfen verbrannt. Auch die simple Trennung von metallischem und nichtmetallischem Material durch beispielsweise Magneten und Metalldetektoren gehört dazu. Die bei der Müllverbrennung entstehenden Rauchgase müssen wiederum gereinigt werden. Dazu setzt man beispielsweise Absorptionswäscher oder auch Elektroabscheider ein, welche sich auch in den meisten auf fossilen Brennstoffen basierenden Kraftwerken finden. Diese entziehen dem Rauchgas Stickoxide, Kohlenoxide und Schwefeloxide. Der ausgewaschene Schwefel fällt dabei als Calciumsulfat, auch als Gips bekannt, aus und kann somit als Baustoff wieder verwendet werden. Ein Elektroabscheider dagegen setzt primär auf die Entstaubung des Gases, in dem mit elektrisch geladenen Platten die Staubpartikel aus dem Rauchgas entfernt werden. Vor diesen Reinigungsstufen wird dem Rauchgas noch die Restwärme mittels Wärmeübertragern entzogen. Durch Rohre geführt durchläuft das Rauchgas einen mit Wasser gefüllten Kessel der Dampf erzeugt. Dieser Dampf wird anschließend durch eine Turbine geschickt die wiederum Strom erzeugt.

Ein sehr großer und zunehmen populärer Bereich der Umwelttechnik stellt die effektive standortspezifische Nutzung erneuerbarer Energien dar. Die Natur hat dem Menschen im Grunde genommen unerschöpfliche Ressourcen zur Verfügung gestellt, die nur noch genutzt werden müssen. Diese Ressourcen sind je nach Standort in unterschiedlicher Menge vorhanden. In vielen Teilen Deutschlands prägen zunehmend Windkraftanlagen das Landschaftsbild, die aus dem Wind Strom erzeugen. Viele Dächer von privaten und gewerblichen Personen sind mit Solarkollektoren bedeckt und erzeugen subventionierten Solarstrom. Strömungskraftwerke Unterwasser nutzen die Energie der Unterwasserströmungen im offenen Meer und funktionieren vom Prinzip her ähnlich wie eine Windkraftanlage. Aber neben diesen eher bekannteren erneuerbaren Energiequellen existiert noch die so genannte Biomasse. Diese in Biogasanlagen eingesetzte Biomasse sind einerseits Pflanzen wie Mais oder Getreide, aber auch Fäkalien von Nutztieren. Die in die Anlage eingespeiste Biomasse vergärt dabei und das entstehende Gas wird in einem nahe gelegenen Blockheizkraftwerk zur Wärme- und Stromgewinnung verbrannt. Auch eine einfache Energiebilanz beziehungsweise Öko Vergleich zählt zu den Disziplinen der Umwelttechnik. Dabei werden verschiedene Verfahren hinsichtlich des Energiebedarfs und Emissionsausstoßes verglichen.