Theatersport Schauspieltechnik

Theatersport ist eine Theatertechnik, die zum Improvisationstheater gehört. Geprägt wurde der Begriff von Keith Johnstone. Zwei Teams von Schauspielern treten gegeneinander an und kämpfen um die Gunst des Publikums. Außerdem gibt das Publikum durch Signalwörter die Impulse, die die Improvisationen zu einer spontanen Handlung werden lassen. Heute ist der Begriff Theatersport eine in Kanada eingetragene Wort-Marke, die Lizenzgebühren verlangt. Um dies zu umgehen und dem strengen Regelwerk Johnstones auszuweichen, gibt es daher in Europa Theater-Impro-Matches. Erstmals fand 2006 in Deutschland die Weltmeisterschaft im Theater-Impro Wettbewerb statt.
Es werden beim Improvisationstheater Kempten nicht einstudierte, spontane Szenen gespielt. Die Vorschläge zu den Themen kommen aus dem Publikum durch Zuruf. Vergleichbar und oftmals auch partnerschaftlich begleitet ist Improtheater von Stegreifmusik. Die Szenen, die entstehen sind so einmalig, nicht wiederholbar. Durch den Abend führt in der Regel ein Moderator. Er kann Teil des Ensembles sein, muss es aber nicht. Dennoch sollte er die Gruppenmitglieder gut kennen und deren Spielweise seinerseits zu entsprechenden Kommentaren nutzen.
Seit einiger Zeit existiert in dieser Tradition das Allgäuer Improvisationstheater Kempten. Diese Impro Gruppe gastiert im örtlichen Umkreis ebenso aber auf Bestellung bei größeren Feiern.
Überall in Deutschland haben sich meist mehrere Improtheatergruppen gleichzeitig gebildet. Jede dieser Gruppen hat ihre spezielle Fangemeinde, die keinen Auftritt auslässt und seinerseits durch immer neue thematische Ideen die Spontaneität und Kreativität der Spieler anregt.
Es gehört eine Portion Erfahrung zum Improvisieren. Viele Schauspieler, gewohnt, auswendig gelernte Texte zu spielen fühlen sich dabei sogar sehr unsicher. Der Begriff Theaterport trifft aber das Wesen des Improvisationstheaters Kempten fast am besten. Es geht um einen Wettkampf. Dabei entscheidet der Moment neben der Kreativität und der Tagesform über die Qualität des Handelns. Dass es dabei nicht um Kunst gehen muss, aber gehen kann, liegt in der Natur der Sache und hilft evtl. zu erklären, warum manche "Profis" mit der Form Probleme haben. Sie vermissen die Kunst. Oftmals verkommt Improvisationstheater zur bloßen Blödelei. Dass dies aber nicht so sein muss, dafür stehen seriöse Gruppen wie das Improvisationstheater Kempten.

Kunst käme von Können behaupten viele. Dann aber ist Improtheater auch Kunst. Die Kunst spontan zu reagieren, die Kunst einen Begriff aufzunehmen und spielerisch umzusetzen und die Kunst dadurch einen kompletten Handlungsverlauf zu erfinden, der so niemals am Reißbrett entstehen würde.